Riga

Der Ordensritter Bischof Albert von Bekeshovede hatte Riga 1401 gegründet. Händler ließen sich nieder. Riga bekam den Status einer Hansestadt. Die Kaufleute verdienten gut und steckten ihr Geld in den Bau von Kirchen und Wohnhäusern. Im Aufbau erinnert diese Stadt an Lübeck.

Die hochragenden Kirchtürme von St.Petri begrüßten die Neuankömmlinge. Mit Wehmut mag Anna Margarita an Lübeck gedacht haben, an die Verwandten, Freunde, die sie zurückließ.
In Riga lebte sie nun mit ihrem zweiten Ehemann. Eduard David Schröder war Kaufmann und lebte in einem Haus im Viertel der Kron-Kirche. Dies wissen wir, weil er am 24. Mai 1814 für die Erbauung eines neuen Gotteshauses St. Gertruden 25 Rubel spendete und in den Nachrichten der Getruden-Kirche genannt wurde. Dieses Gotteshaus, im pachtvollen neogotischen Stil geplant, sollte außerhalb der Rigaer Stadtmauer in der Vorstadt erbaut werden. 1818 geht Eduard David auf eine längere Geschäftsreise. In der Rigaschen Zeitung inseriert er, dass er aufgrund einer längeren Auslandsreise die Prokura an Herrn G. Hoge für diese Zeit übergibt (Rigasche Zeitung, Nr. 83 vom 16.10.1818).

Knapp ein halbes Jahr nach ihrer Ankunft starb Anna Margarita, erst 36-jährig. Die Anzeige in den Rigaschen Stadtblättern Nr. 24 vom 15.06.1820 war knapp gehalten: „Begrabene: Kron-K.: Anna Margareta Schröder, geb. Dirks, 36 J., 6 Mon.“

Der 15-jährige Napoleon und die 10-jährige Magdalena sowie die 16-jährige Charlotte fanden Unterschlupf beim Onkel Johann Martin.